jugendfussball begreifen

Straßlach, im Juli 2017

Unabhängig und überparteilich berichten Experten über junge Sportler auf ihrem Weg zum Profi.

Begleiten sie ein Stück weit, stellen sie vor und geben so anderen Sportlern Hilfestellung. Wohin kann ich mich wenden? Wo sind die Ausbildungsvereine und welche Spielerberater setzen sich für die Sportjunioren wirklich ein? Wer testet das Können meines Kindes fair und objektiv? Wie sollen sich Eltern von dem begabten Sportnachwuchs verhalten? Welche Fehler sollte man tunlichst vermeiden?

Auf dieser Website erhalten Sie zukünftig die Antworten. Hier finden Sie die wertvollen Hinweise von einer ausgewählten Expertenrunde, damit die Karriere des jungen Sportlers störungsfrei verlaufen kann!

Freuen Sie sich auf die neue, umfangreiche Website des Juniorensports

BFV trauert um Maximilian Karl
Maximilian Karl unerwartet im Alter von 68 Jahren verstorben

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Der BFV-Vizepräsident und Vorsitzende des Bezirks Oberpfalz verstarb am Dienstagabend im Alter von 68 Jahren überraschend an den Folgen eines Herzinfarkts. „Wir sind alle schockiert und fassungslos! Unsere Gedanken sind in diesem schweren Moment bei seiner Familie. Max Karl war eine herausragende Persönlichkeit in unserer bayerischen Fußballfamilie. Als langjähriger Bezirksvorsitzender hat er den Fußball in der Oberpfalz hervorragend aufgestellt und als Vizepräsident in den letzten Jahren auf höchster Ebene viele wichtige Impulse gesetzt und Projekte vorangetrieben. Erst gestern noch hat er in Nürnberg an einer Sitzung der sieben Bezirksvorsitzenden teilgenommen, um wichtige Weichen für die weitere Entwicklung des Amateurfußballs zu stellen“, erklärt BFV-Präsident Rainer Koch.

 

Die BFV-Funktionärslaufbahn des ehemaligen Bundeswehr-Kompanie-feldwebels begann 1990 als Obmann der Schiedsrichtergruppe Cham. Bereits vier Jahre später übernahm der leidenschaftliche Schiedsrichter und Übungsleiter zusätzlich das Amt des Schiedsrichterobmanns im Kreis Cham/Schwandorf und wurde 1996 zudem Beisitzer im Bezirks-Schiedsrichterausschuss. 2002 wechselte er dann vom Schieds-richterbereich in die Spielleitung und engagierte sich die folgenden drei Jahre als Bezirks-Spielleiter. Seit Januar 2005 und damit über zehn Jahre stand Maximilian Karl schließlich an der Spitze des BFV-Bezirks Oberpfalz und war damit für rund 400 Vereine mit nahezu 2300 Mannschaften verantwortlich. Seit 2008 fungierte er in der Oberpfalz parallel als stellvertretender Be-zirksvorsitzender des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV). Im Dezember 2015 folgte der letzte Wechsel innerhalb des BFV, als er vom BFV-Vorstand für den verstorbenen Horst Winkler zum BFV-Vizepräsidenten gewählt wurde und den bayerischen Amateur-fußball als Präsidiumsmitglied intensiv mitgestaltete und vor allem den Ausbau der Digitalangebote wie BFV-App, BFV-Video-App, Liveticker und Elektronischen Spielbericht mit Herzblut weiter vorantrieb.

 

Für seine Verdienste wurde Karl mehrfach ausgezeichnet: Er war Träger der Verbandsehrennadel in Gold, der DFB-Verdienstnadel und der BLSV-Ehrennadel in Gold. Der Freistaat Bayern würdigte seine besonderen Verdienste im Sport 2012 mit der Ehrenamtsmedaille. Im Oktober 2015 erhielt Karl zudem in Nürnberg das Bundesverdienst-kreuz am Bande.

Quelle:BFV

Innovativer Trainer brennt für den Fußball

Der Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016 geht an Julian Nagelsmann. Der junge, erfolgreiche Bundesligatrainer der TSG 1899 Hoffenheim ist der achte Seiner Zumpft, der diese Auszeichnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erhält. Bisherige Preisträger waren Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert und Markus Kauczinski. Die Auszeichnung würdigt insbesondere herausragende Leistungen eines Trainers oder einer Trainerin in der Nachwuchsarbeit. Geehrt wurde Nagelsmann in Gravenbruch auf dem Festakt anlässlich der Beendigung des 63. Fußball-Lehrer-Lehrgangs.

 

DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch sagte: “Es ging schnell – aber das passt ja zu ihm. Julian Nagelsmann ist ein tolles Beispiel dafür, wie viele junge talentierte Trainer wir in Deutschland haben. Mit seiner Kompetenz und seiner Art der Menschenführung hat er seine Spieler für sich gewonnen. Er hat der TSG seine Handschrift verpasst, die Resultate sprechen für sich und für ihn. Von der Förderung durch Julian Nagelsmann haben schon viele Spieler profitiert, Moritz Leitner und Niklas Süle sind nur zwei Beispiele für Spieler, die über das Training bei ihm in den Auswahlmannschaften des DFB angekommen sind. Es spricht viel dafür, dass Julian Nagelsmann eine große Trainerkarriere vor sich hat.”

 

Seine Fußball-Lehrer-Lizenz hat Nagelsmann vor einem Jahr als Teilnehmer des 62. Fußball-Lehrer-Lehrgangs erworben. Seit 11. Februar 2016 ist er Trainer der TSG 1899 Hoffenheim. Nagelsmann war zu diesem Zeitpunkt 28 Jahre alt, er ist damit der jüngste hauptamtliche Cheftrainer der Bundesligageschichte. Unter ihm gelang der TSG der Sprung von Platz 17 auf Platz 14 und damit der Klassenverbleib in der Bundesliga. Zuvor war Nagelsmann als Juniorentrainer erfolgreich gewesen. Mit Hoffenheim wurde er 2014 Deutscher A-Juniorenmeister und 2015 Vizemeister. Seine Laufbahn als Spieler musste Nagelsmann im Alter von 20 Jahren verletzungsbedingt beenden. Seither ist er als Trainer aktiv, zunächst in der Jugend des FC Augsburg und des TSV 1860 München, seit 2010 in Hoffenheim.

 

Zum Trainerpreis sagte Nagelsmann: “Diese Auszeichnung kommt für mich sehr überraschend und ist eine große Ehre für mich. Es gibt so viele Kollegen, die seit Jahren auf höchstem Niveau einen grandiosen Job machen und die eine solche Wertschätzung mindestens ebenso verdient hätten. Dass mir als Rookie nun eine solche Ehre zuteil wird, macht mich fast sprachlos, und das bin ich selten. Ich danke allen herzlich, die dafür verantwortlich waren, und kann versprechen, dass diese Auszeichnung so früh in meiner Trainerkarriere eine hohe Motivation sein wird, meinen Weg weiterzugehen.”

 

DFB-Press / Sportali Redaktion

Cup der Überraschungen

Hertha BSC Berlin gegen FC Bayern im Spiel um PLatz drei

Eigentlich war für viele Zuschauer schon alles klar. Titelverteidiger FC Bayern holt erneut den Otterfinger Challenge-Cup 2011. Man sollte jedoch nie die Rechnung ohne den Wirt machen. Was soviel heißt, am Ende wurden Titel und Podestplätze an andere Teams vergeben.
In der Vorrunde hatten die Münchner Bayern die Berliner Hertha noch mit 2:1 bezwungen. Doch im kleinen Finale um den dritten Platz ging dem FCB buchstäblich die Puste aus. Mit 0:5 gingen sie regelrecht unter. „Die wollten nicht mehr, sonst würden sie nie eine solche Packung bekommen“, mutmaßte ein fußballkundiger Zuschauer. Thomas Kölbl, 2. Jugendleiter des gastgebenden TSV Otterfing, widersprach postwendend: „Die Hertha war einfach zwingender und zeigte vorbildliches Pressing.“

Herta BSC mit Superstürmer gegen Bayern

Herta BSC Berlin kann die Bayern überrumpeln
Titelverteidiger FC Bayern belegt enttäuschenden 4.Platz

Darüber hinaus hatten die Berliner einen echten Goalgetter in ihren Reihen, der auch körperlich seinen Gegenspielern deutlich überlegen war: Nikos Zografakis zog ein ums andere Mal davon und schoss alleine vier Tore. Bereits nach einer Viertelstunde stand es 4:0 für Berlin, die Bayern waren bis dahin eher selten über die Mittellinie gekommen. Und wenn sie es schafften, dann stand meistens einer der Spieler im Abseits. Zwei sehr gute Chancen konnten darüber hinaus nicht verwertet werden. Deutlich sichtbar war bei den Berlinern die Handschrift des erfolgreichen Trainers und früheren Bundesligaspielers Pal Dardei. Die Berliner traten körperlich sehr robust auf, hielten sich im kleinen Finale aber auch an die taktischen Vorgaben und ließen sich vom großen Namen des Gegners nicht beeindrucken. Dardeis Sohn, der ebenfalls Pal mit Vornamen heißt, stieg in die Fußspuren des Vaters und steuerte den letzten Treffer dieser Partie bei.
Ringo Taube FC Bayern Cotrainer bringt es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt. „Über das Abschneiden unseres Teams sind wir frustriert. Damit war nicht zu rechnen. Ansonsten zeigte das Team eine solide Leistung, aber das letzte Spiel mit fünf Gegentoren hat den Eindruck kaputt gemacht. Das ist alles andere als die von uns erwartet Leistung.

Goldener Jahrgang fährt Cupsieg für Eintracht Frankfurt ein

Einmarsch der Finalisten Eintracht Frankfurt (re.) und Rapid Wien
Frankfurt immer häufiger am Ball
Mani Schwabl ist neuer Sportdirektor von Unterhaching

Wesentlich knapper ging es dann im Finale zu, wenngleich auch hier über weite Strecken eine Mannschaft dominierte – die der Frankfurter Eintracht, die sich am Ende mit 2.1 durchsetzte. Auch Frankfurt hatte zwei körperlich deutlich überlegene Spieler in seinen Reihen. Bei manchem Zuschauer sorgte das für Unmut – für Otterfings Trainer Thomas Kölbl aber ist dies kein Grund zur Beanstandung: „Warum sollten die Mannschaften solche Spieler nicht einsetzten, so lange sie Jahrgang 1998 sind?“ Das sei legitim.

Trend im Juiorenfußball

Was Sportali zu dem Resümee kommen lässt: Powerfußball mit körperlicher Überlegenheit setzt sich wieder einmal in Juniorenbereich durch. Interessant wird nur sein, wie sich diese Spieler in ein paar Jahren im hart umkämpften Fußballgeschäft behaupten können?

Mani Schwabl, ehemaliger Nationalspieler, sieht diesen Trend eher skeptisch. Ich war in der Jugend selbst immer einer der Kleinsten und wurde um Längen überragt. Nur habe ich mich dann gewundert, wo die sogenannten "Großen" abgeblieben sind? Ich habe sie jedenfalls nicht mehr gesehen.“

Powerexpress Eintracht Frankfurt in Oberbayern

Frankfurter Keeper musste während des gesamten Turniers nur im Finale ein Mal hinter sich greifen
Die Finalisten SK Rapid Wien und Eintracht Frankfurt (re.)

Kommen wir zurück zum Otterfinger Cup-Finale. Die Spieler von Rapid Wien gaben zwar alles. Am Ende konnten sie der körperlichen und spielerischen Dominanz der Frankfurter aber nicht genügend entgegensetzen. Diese beherzigten eine Binsenweisheit, die seit einiger Zeit auch die Profis des aktuellen Bundesliga-Tabellenführers Bayern München wieder auf den Erfolgsweg geführt hat: Erfolgreich ist man nur, wenn die Abwehr gut steht. Bis zum Finale schafften es die Frankfurter, ihren Kasten komplett rein zu halten. Und dies, obwohl sich der Stammtorhüter beim Aufwärmen verletzt hatte und durch eine eher schmächtige Nummer Zwei vertreten lassen musste, der seine Aufgabe aber bestens erledigte. Eine Minute vor Spielende schlug dann doch noch ein Ball hoch oben und damit unerreichbar für den Keeper im Frankfurter Netz ein. Doch es war zu spät für die Schlussoffensive der Österreicher – Frankfurt rettete das Ergebnis souverän über die Zeit. Ein Interview mit den sympatischen Frankfurtern folgt demnächst hier auf Sportali. 

Unterm Strich setzten sich in Otterfing die gesetzten Mannschaften durch, wenn man von dem enttäuschenden Abschneiden der Bayern absieht. Einzig die Jungs vom FC Zürich konnten die in sie gesetzten Erwartungen nicht ganz erfüllen. Nach einem 1:0 über die Spielvereinigung Unterhaching sicherten sie sich immerhin noch den elften Platz. FC Zürich, der ansonsten eine vorbildliche Jungenarbeit mit Fußballakademie zu Hause betreibt (eigener Bericht folgt). Analysen und weitere Diashows kommen demnächst hier auf Sportali.com


Tristan Bacher, Organisationsleiter seit zehn Jahren, ist mit seinem unermütlichen Team der Garant für den Erfolg des Otterfinger Challenge-Cups (li.). Der  Bürgermeister Jakob Eglseder von der Gemeinde Otterfing, selbst ein großer Sportfreund, überreichte Tristan Bacher für seine Verdienste um den Cup einen Ehrenpokal.

 

Erfolgsverwöhnter Trainer Stefan Pöpel von der SpVgg Unterhaching hat mit seiner neuen Truppe alle Hände voll zu tun. Haching belegte Platz 12

Otterfinger Challenge-Cup

 

 Sieger

 

 

 

 

Endergebnis

SG Eintracht Frankfurt

 

 2.

SK Rapid Wien

 3.

Herta BSC Berlin

 4.

FC Bayern München

 5.

FC Augsburg

 6.

Karlsruher SC

 7.

TSV 1860 München

 8.

SK Sturm Graz

 9.

SV Stuttgarter Kickers

10.

FK Austria Wien

11.

FC Zürich

12.

SpVgg Unterhaching

13.

SV Werder Bremen

14.

TSV 1860 Rosenheim

15.

1. FC Nürnberg

16.

JFG Hofoldinger Forst

Sonntag, 11.09.2011BakViews: 132110

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Donnerstag, 15.09.2011
08:09
Gravatar: unsichtbarlobaso
Otterfinger Cup 2011

Für diese tolle Berichterstattung herzlichen Dank. Wir waren dabei und können nur sagen: Genau so war es. Das Thema mit den großen Spielern wird immer bleiben, da die Kinder unterschiedliche Entwicklungen durchmachen. Es scheint aber Vereine zu geben, die eben genau nur solche Kinder nehmen. Darüber sollte man mal nachdenken. Erfolg um jeden Preis und das schon im Jugendbereich.

Montag, 12.09.2011
09:46
Gravatar: unsichtbarkrahbabs
Otterfinger Challenge Cup

Kleine Berichtigung des Artikels über den Turniersieger. Der Kader der Eintracht Frankfurt besteht ausschliesslich aus Spielern des Jahrganges 1999.

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Jugendfußball heißt für das Leben lernen!

" N e u e " Sportali Expertenrubrik _______________

Wahrnehmung

 

Jede Schnelligkeitshandlung beginnt mit der Wahrnehmung, die geprägt ist von zahlreichen Filtervorgängen. Im Allge-meinen spricht man davon, dass der Spieler das Spiel besser lesen kann. Dies hat neben der Erfahrung in den jeweiligen Situationen auch etwas mit den Bewertungs-vorgängen beim Abspeichern zu tun. 90% unserer Wahrnehmungen werden vom Auge beeinflusst. Dies bedeutet, dass z.B. akustische oder taktile* Informationen erst durch die optische Wahrnehmung, wie z.B. die Stellung zum Gegenspieler, zu verwertbaren Informationen werden. Umgekehrt macht das, was wir sehen nur 10% dessen aus, was wir optisch wahrnehmen. Wir sehen, was wir aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen glauben. Neben der räumlichen Wahrnehmung gehören folgende Punkte zu den wichtigsten visuellen Fähigkeiten:

1.
Richtiges Einschätzen von Entfernungen und Geschwind-igkeiten, damit du einen Pass zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Stelle spielen kannst.
2.
Peripheres Sehen, Augen-beweglichkeit und  Augen-endstellung, damit du einen möglichst großen Sehbereich überblicken kannst.
3.
Eye Teaming, d.h. beide Augen müssen zum exakt gleichen Zeitpunkt die exakt gleiche Stelle präzise fokussieren können. Die Wahrnehmung beider Augen muss möglichst identisch sein.
4.
Verkürzung der visuellen Reaktionszeit und der Änderungsgeschwindigkeit, damit du Objekte in verschiedenen Entfernungen möglichst schnell scharfstellen kannst.
5.
Dynamisches Sehen: Die oben genannten Fähigkeiten sind einfacher auf statische Objekte anzuwenden, während für dynamische, wie sie in Spielsportarten fast aus-schließlich vorkommen, ein deutlich höheres Leistungs-niveau erforderlich ist.

 

Wie diese Informationen im Gehirn verarbeitet werden können erfahrt Ihr in der nächsten Experten Rubrik.  (39)

 

* Taktil bezieht sich auf berühren und tasten und auch auf den Tastsinn. Taktile  Empfindungen entstehen aus dem Ertasten von Oberflächen-Strukturen von dem, was berührt wird

  

R.Jaser Sportaliexperte

Sportali Expertenrubrik _________________

Richtige Entscheidung

 

Wir treffen ca. 20.000 Entscheidungen pro Tag, die meisten davon unbewusst. Selbst die bewusstesten Entscheidungen werden nicht rein zweckrational getroffen. Es ist also nicht die reine Logik, der unsere Entscheidungen unterliegen, sondern wir treffen sie unter Einfluss von Emotionen, Impulsivität, Risikobereitschaft, Erziehung, Erfahrungen und Genen. Eine ganz wichtige Rolle hierbei spielen die Antizipation und die Intuition.

Antizipation
Sportwissenschaftler gehen davon aus, dass Antizipation zum Beispiel durch mentales Training gezielt ausgebaut oder erst erlernt werden kann. Die Folge ist eine Erweiterung der eigenen Möglichkeiten hinsichtlich von Bewegungs-abläufen und Aktionsmustern, deren Differenzierung und Vielzahl. So lernt der Sportler, diese bislang unbewussten Abläufe zu kontrollieren. Das hat auch gesamtheitliche Auswirkungen, denn durch die bessere Kontrolle können die Folgen und die Zahl von falschen Reaktionen vermindert werden, was ganz nebenbei auch das Verletzungsrisiko verringert.

Intuition
ist die Fähigkeit zur Informationsverarbeitung und zur angemessenen Reaktion bei großer Komplexität der zu verarbeitenden Daten. Neue Forschungsergebnisse belegen , dass man mit der Intuition in komplexen Situationen oftmals zu besseren Entscheidungen kommt als mit dem bewussten Verstand. Das Unbewusste ist in der Lage, weitaus mehr Informationen in kürzerer Zeit zu berücksichtigen, als das Bewusstsein, das zwar sehr präzise ist, jedoch mit nur wenigen Informationen gleichzeitig zurechtkommt.    

(Wo 41/42)

Anton Rappl - Sportali Experte
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