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Aktuelle Meldung: Hansi Flick sagt leise Servus

Hansi Flick, eine Institution im Deutschen Fußball tritt ab. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am heutigen Montag dem Wunsch von Sportdirektor Hansi Flick zugestimmt, seinen bis 2019 laufenden Vertrag vorzeitig aufzulösen. Flick wird nach zehn intensiven Jahren für den Verband zunächst als Assistenztrainer von Joachim Löw und seit September 2014 als Sportdirektor des DFB eine berufliche Auszeit nehmen zu wollen. Das Präsidium bedauert diesen persönlichen Schritt, respektiert aber seinen Wunsch. Eine Entscheidung, die Flick sicherlich nicht leichtgefallen sein dürfte. Um mit den Worten von Grillparzer zu sprechen: Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat: Da hilft der Mut, der Augenblick, die Regung. Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluss, der gefallen ist und sich damit ein Stück Menschlichkeit verabschiedet. Der beliebte Hansi Flick hat sich nicht nur für Spieler und Ihr Weiterkommen eingesetzt. Hansi Flick war anerkannt und gerade die Basis ist übern diese Nachricht sehr enttäuscht, waren mit seiner Person doch gewisse Hoffnung auf mehr Menschlichkeit im Fußball verbunden.

 

Die Suche eines Nachfolgers wird inhaltlich eng mit der sportlichen Konzeption des neuen DFB und seiner Akademie verknüpft, über dessen Ausgestaltung auf einem Außerordentlichen DFB-Bundestag im September entschieden wird. Übergangsweise wird Horst Hrubesch das Amt ausfüllen, der mit seiner großen Erfahrung im U-Bereich und seiner hohen Akzeptanz im gesamten Trainerteam des DFB die idealen Voraussetzungen dafür mitbringt.

 

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: “Hansi Flick hat sich in den zehn Jahren beim DFB große Verdienste um den deutschen Fußball erworben. Er hat an der Seite von Jogi Löw maßgeblich zum Gewinn des WM-Titels beigetragen und als Sportdirektor wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Mit seiner fachlichen Kompetenz und seiner menschlichen Qualität ist er im Verband und in der Liga gleichermaßen anerkannt. Wir lassen ihn nur schweren Herzens gehen, aber wir respektieren seinen persönlichen Wunsch.”

 

Hansi Flick erklärt: “Ich bin dem Präsidium dankbar für das Verständnis und Entgegenkommen. Hinter mir liegen zehn tolle Jahre beim DFB. Es war eine spannende, erfolgreiche, aber auch intensive Zeit. Wenn ich eine Aufgabe angehe, dann mit absoluter Energie und hohem Einsatz. Das galt für die WM 2014 genauso wie für das Amt des Sportdirektors, in dem ich viel gestalten konnte. Wir haben in den vergangen Jahren eine Philosophie etabliert, eine starke Trainer-Mannschaft aufgestellt und im U-Bereich eine gute Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Es gibt aktuell weder andere sportliche Ambitionen noch gibt oder gab es irgendwelche Probleme, der einzige Grund ist der persönliche Wunsch, mich in der nächsten Zeit mehr auf meine Familie konzentrieren zu können.”

 

Bei der Suche nach einem Nachfolger will sich der DFB die dafür nötige Zeit nehmen. Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius: “Der Rolle des Sportdirektors kommt gerade auch mit Blick auf die inhaltliche und strukturelle Konzeption des neuen DFB und der Akademie eine zentrale Bedeutung zu. Wir werden jetzt in Ruhe das Profil erstellen und dann in enger Abstimmung mit der Liga den Nachfolger suchen, der voraussichtlich zum Außerordentlichen Bundestag feststehen wird. Wir freuen uns, dass Horst Hrubesch übergangsweise die Aufgaben übernimmt. Er genießt eine hohe Reputation und kennt den Trainer- und U-Bereich besser als jeder andere im DFB.”

 

Horst Hrubesch ergänzt: “Hansi Flick hat in den vergangenen Jahren ausgezeichnete Arbeit geleistet und den Bereich sehr gut aufgestellt.

 

Quelle: DFB-Press und Sportali Redaktion

Ein goldener Jahrgang bei der Eintracht Frankfurt

Die erfolgshungrigen U13-Adler der Frankfurter Eintracht mit Trainerstab: Karl Rotter (Trainer), Hendrik Urban (Torwart Trainer) und Giovanni Bradi (Co-Trainer) v.li.na.re.
Karl Rotter und sein Tormacher Javad Mohammadi beim Sportali-Interview
Javad Mohammadi, ein gefürchteter Stürmer

Die Erfolgsflüge der Frankfurter Adler reißen nicht ab und können sich wahrlich sehen lassen. Nicht nur den Challenge Cup von Otterfing holten die 99-er Jungs nach Frankfurt (Sportali berichtete).  Nein, in Weißenthurm am Rhein nahmen sie erst kürzlich den Cup ebenfalls mit nach Hause. Die Frankfurter Jungs ließen die Teams von Dortmund und Kaiserslautern mal eben hinter sich. Dem nicht genug: Sie stellten zusätzlich mit dem hoffnungsvollen Nachwuchsstürmer Javad Mohammade aus Afghanistan den besten Turnierspieler.  In Aarbergen, das liegt bei Frankfurt, konnte die Erfolgstruppe ebenfalls niemand aufhalten. Hier hatten der VfB Stuttgart und Kaiserslautern das Nachsehen. „Da, glaube ich, war unser Javad auch wieder Torschützenkönig des Turniers,“ meinte Frankfurts Trainer Karl Rotter nicht ohne Stolz. Es folgte der Trip nach Belgien. Gegenüber den Teams von Chelsea, Ajax, und Everton spielten sich die Frankfurter Adler selbstbewusst von Rund zu Runde. Karl Rotter erinnert sich, als ob es gestern gewesen wäre: „Da haben wir dann unglücklich das Finale verpasst. Hat uns schon ein wenig gewurmt.“ Halb so schlimm, dafür wurde Javad, wie könnte es auch wieder anders sein, Torschützenkönig.

Was steckt hinter so einem erfolgreichen Team? Die Jungs und den Trainerstab der Eintracht Frankfurt wollte die Sportali Redaktion etwas näher kennenlernen. Dafür sprach vor dem Halbfinale des 10. Otterfinger Challenge Cup Chefredakteurin Cornelia Tittmann mit Frankfurts Trainer Karl Rotter und seinem Kapitän.  

 

Sportali

 .   

"Otterfinger Challenge-Cup 2011," gefällt es Ihnen hier in Oberbayern und vielleicht gleich ein paar Worte zu ihrem Team, das so gar keine Berührungsängste zeigt und sehr aufgeschlossen wirkt?

Karl Rotter


Wir sind jetzt zum zweiten Mal in Otterfing. Wir fahren auf viele Turniere, kommen viel herum und sehen daher viel. Dieser Cup hier in Otterfing ist jedenfalls einer der Besten. Die Organisation ist perfekt ,und man fühlt sich gut aufgehoben.  Ja, unser Team ist eine neu zusammengestellte Mannschaft mit zehn neuen Spielern. Wie sie selbst erleben konnten, sprechen wir hier von einer sehr lebhaften Truppe und das spiegelt sich auch auf dem Platz wieder.

Sportali


Sie stehen jetzt vor dem Halbfinale. Wie sind sie bis jetzt mit dem Verlauf und Leistung ihrer Jungs zufrieden?

Karl Rotter


Ich denke, es läuft sehr gut für meine Jungs. Wir haben bisher alle Spiele gewonnen und noch kein einziges Gegentor kassiert. Ich bin zufrieden.

Sportali


Mich würde die Ausbildungsphilosopie bei der Eintracht Frankfurt interessieren. Als Lizenzverein habt ihr sicherlich eine Akademie mit Internat?

Karl Rotter

 


Na gut, wir haben unser Leistungszentrum. Das fängt ab der U11 an. Geht dann hoch bis zur U19. Wir haben unsere festen Jahrgangsstufentrainer. Die Mannschaften rutschen  immer weiter auf.  Wir haben quasi eine Ausbildungskette, und bei uns in der U13 geht es halt hauptsächlich um Technik, die vermittelt wird.  Technik und Dynamik kommt beim nächsten Trainer, und beim nächsten kommt dann viel mehr die Taktik ins Spiel, und so baut sich das halt immer mehr aufeinander auf.  Man kann auch sagen, unsere Ausbildung basiert auf einzelnen Stufen.

Sportali


Wie habt ihr bei der Bewertung durch die DFL (Deutsche Fußball Liga GmbH) abgeschnitten und wie viele Sterne hat eure Jugendarbeit bekommen?

Karl Rotter


Das ist vom DFB so vorgegeben, alle Leistungszentren müssen mitmachen.  Wir haben auch wieder die drei Sterne bekommen. Meines Wissens hat derzeit niemand mehr Sterne erhalten. Jetzt steht die Neuverifizierung im November bevor. Wir sind jetzt schon mächtig am Arbeiten, Unterlagen sammeln, damit wir dann auch die 3 Sterne behalten dürfen.

Sportali


Gibt es derzeit Probleme  im Leistungszentrum oder im Leistungsbereich der Frankfurter Jugend?

Karl Rotter


Nein, im Jugendbereich geht alles gut voran.  Unser grösstes Problem ist eigentlich, dass die Profis in die 2. Liga abgestiegen sind. In der Jugendarbeit läuft es dagegen wunderbar, und wir sind sehr zufrieden. Die Mannschaften harmonieren, die Trainer untereinander ebenso. So grosse Probleme haben wir eigentlich nicht. Wir haben eine sehr hohe Kontinuität, zum Beispiel in den letzten 10 Jahren haben nur drei Trainer gewechselt. Das ist nur möglich, weil bei uns alles so funktioniert und dadurch Spass macht hier mit den Jungs zu arbeiten.

Sportali


Sie denken also, es ist eine gewisse Bestätigung ihrer Arbeit?

Karl Rotter


Ja, ich denke schon. Bei den meisten ist das so. Unsere Spieler wissen aber auch, wenn es mal nicht so gut läuft, ob  Jugendleitung oder Trainerstab,  stecken wir Vertrauen in unsere Spieler und umgekehrt sie in uns.

Sportali


Sind Sie hauptberuflich Trainer bei der Eintracht Frankfurt ?

Karl Rotter


Derzeit bekleide ich eine halbe Stelle bei der Eintracht. Eigentlich bin ich Lehrer, arbeite vormittags in der Schule, halte dort meine 19 Stunden, und am Nachmittag stehe ich auf dem Platz bei der Eintracht und trainiere die U13. Quasi nebenbei leite ich noch das Sportinternat.

Sportali


Sie haben in ihren Reihen Javad Mohammadi aus Afghanistan.

Karl Rotter


Ja, Mohammadi ist auch gar nicht so lange in Deutschland. Wir haben ihn gesichtet. Er spielte in einem kleinen Verein und ist uns aufgefallen.  Seit der neuen Saison im August ist er nun bei uns einer der Top-Torfighter. Mehr über mein Team kann Ihnen sicherlich unser Kapitän sagen.

Sportali


Ich bedanke mich herzlich für das Gespräch und suche mal nach ihrem Teamleader.




Sportali


Hallo, du bist als einer der Kleinsten bei euch im Team, der Kapitän der Frankfurter Adler?

Kapitän


Ja, aber ich setze mich hier schon durch. Ich heiße Max Miot-Paschke. Die Jungs benehmen sich alle gut  (erzählt er mit einem breiten Grinsen und fröhlichen  Augen). Jedenfalls bis jetzt. Das kann sich ja noch ändern. Die Saison ist lange. Die Gasteltern, bei denen wir hier untergebracht sind, finden wir sehr nett. Und es macht richtig Spaß, hier bei dem Turnier mitzuspielen. 

Sportali


Was erwartest du von dieser Saison?

Kaptän


Auf jeden Fall noch ein paar Turniersiege mehr. Wir haben noch ein paar wichtige Aufgaben vor uns. Hier wollen wir auch noch den Cup gewinnen. Jetzt aber, wenn wir nach dem Wochenende wieder zu Hause sind, geht’s gleich in die Schule, aber dann auch gleich wieder ins Training.

 

Mittlerweile bin ich umringt von 16 Frankfurter Spielern, die plötzlich mir die Fragen stellen. Wie ein Lauffeuer hat es sich herumgesprochen - unser Kapitän gibt ein Interview. Nur zulange geht die Fragestunde nicht, denn Trainer Rotter ruft zur Teambesprechung. Die aufgeweckten Jungs aus Frankfurt verabschieden sich und laufen eilig davon in Richtung Halbfinale.  Und wie man mittlerweile weiß, zum Cupsieg.

 

Cornelia Tittmann

Donnerstag, 15.09.2011Live BlogViews: 121143

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Richtige Entscheidung

 

Wir treffen ca. 20.000 Entscheidungen pro Tag, die meisten davon unbewusst. Selbst die bewusstesten Entscheidungen werden nicht rein zweckrational getroffen. Es ist also nicht die reine Logik, der unsere Entscheidungen unterliegen, sondern wir treffen sie unter Einfluss von Emotionen, Impulsivität, Risikobereitschaft, Erziehung, Erfahrungen und Genen. Eine ganz wichtige Rolle hierbei spielen die Antizipation und die Intuition.

Antizipation
Sportwissenschaftler gehen davon aus, dass Antizipation zum Beispiel durch mentales Training gezielt ausgebaut oder erst erlernt werden kann. Die Folge ist eine Erweiterung der eigenen Möglichkeiten hinsichtlich von Bewegungs-abläufen und Aktionsmustern, deren Differenzierung und Vielzahl. So lernt der Sportler, diese bislang unbewussten Abläufe zu kontrollieren. Das hat auch gesamtheitliche Auswirkungen, denn durch die bessere Kontrolle können die Folgen und die Zahl von falschen Reaktionen vermindert werden, was ganz nebenbei auch das Verletzungsrisiko verringert.

Intuition
ist die Fähigkeit zur Informationsverarbeitung und zur angemessenen Reaktion bei großer Komplexität der zu verarbeitenden Daten. Neue Forschungsergebnisse belegen , dass man mit der Intuition in komplexen Situationen oftmals zu besseren Entscheidungen kommt als mit dem bewussten Verstand. Das Unbewusste ist in der Lage, weitaus mehr Informationen in kürzerer Zeit zu berücksichtigen, als das Bewusstsein, das zwar sehr präzise ist, jedoch mit nur wenigen Informationen gleichzeitig zurechtkommt.    

(Wo 41/42)

Anton Rappl - Sportali Experte
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